Allgemein

Erfolg braucht Rituale

Was ist Erfolg? Ein Erfolg wird oft sehr unterschiedlich gesehen und braucht vielleicht schöne Rituale. Für die einen sind bestimmte Erfolge wirkliche Erfolge. Manche sehen die Erfolge nicht oder sie sind für sie nicht der Rede wert. Erfolge sind also auch subjektiv! Für viele Menschen muss der Erfolg messbar sein, zum Beispiel in der Höhe des Geldes, das man auf dem Konto hat. Was ist Erfolg für unsere Kinder? Der Erfolg für unsere Kinder definiert sich leider oft nur noch an den Noten. Hat das Kind gute Noten, ist es erfolgreich, die Erwartungen an die Zukunft sind positiv. Schreibt das Kind jedoch nicht so gute Noten, und das über einen längeren Zeitpunkt, dann sieht das schon nicht mehr so positiv aus. Manche Kinder werden nur noch an ihren Noten gemessen, alles dreht sich dann um die Schule. Das kann sehr niederschmetternd und deprimierend sein. Wie sieht es bei Ihnen aus? Warum dreht sich manchmal alles nur noch um die Leistungen, um die schlechten Noten? Da ist der Druck, der aus der Schule kommt und aus der Gesellschaft. Die Kinder werden nun mal an den Noten gemessen. Manchmal machen sich Eltern aber auch zu große Sorgen um die Zukunft Ihrer Kinder und verlieren dabei auch mal das Hier und Jetzt aus den Augen. Psychosomatische Leiden der Kinder und Jugendlichen steigen Wenn man sich vor Augen führt, wie gestresst die Kinder und Jugendlichen heute oft sind, wie viele Kinder mehrmals wöchentlich oder gar jeden Tag unter Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen leiden, wie viele zu Schulabbrechern werden und wie viele dieser Kinder und Jugendlichen das Selbstvertrauen verlieren und nicht mehr an ihren eigenen Erfolg glauben, dann sollten wir versuchen, aus dieser Negativspirale herauszukommen. Schätzen Sie sich selbst als erfolgreich ein? Wie ist das mit Ihnen? Denken Sie von sich, Sie wären erfolgreich? Nein? Oder mittelmäßig? Dann habe ich hier eine Idee für Sie und Ihr Kind, die ich bei Vanessa Weber, Geschäftsführerin der Werkzeug Weber GmbH & Co KG, gefunden habe. Als sie mit 18 Jahren die Firma ihres Vaters übernehmen musste, war sie noch sehr unsicher und brauchte mehr Selbstbewusstsein. Also begann sie ein Erfolgsbuch zu schreiben. Das hat ihr sehr geholfen und sie sehr weit gebracht. Führen Sie und ihr Kind auch ein Erfolgsbuch Warum sollten Sie das tun? Weil wir ja eben davon sprachen, dass wir uns manchmal zu sehr auf das Negative konzentrieren, und das kann dazu führen, dass wir selbst und unsere Kinder krank werden oder immer weniger leistungsfähig. Warum sollten Sie ein Erfolgsbuch schreiben? Alles, was wir nicht selbst ausprobieren und wovon wir nicht selbst überzeugt sind, können wir nicht vermitteln – und schon gar nicht den eigenen Kindern. Sind wir von etwas überzeugt, dann strahlen wir das aus und unsere Kinder...

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Das Kind/der Jugendliche ist faul

Manchmal rufen Eltern mich an und meinen, ihr Kind sei faul oder sagen mir: „Die Lehrer/Verwandten/… sagen, dass mein Kind faul ist.“ „Mein Kind wird immer fauler.“ Wenn ich so etwas höre, beginne Fragen zu stellen. War Ihr Kind schon immer faul? Hat Ihr Kind in der Schule Probleme? Wann haben die Probleme begonnen? Schnell wird klar, dass es um Kinder geht, die nicht immer „faul“ waren, sondern irgendwann „faul“ wurden. Kinder sind niemals von Natur aus faul! Wenn sie „faul“ sind, dann hat das Ursachen. Diese Ursachen müssen erforscht werden. Der Begriff der Faulheit ist heute fast immer negativ belegt Nach Faulheit folgt Krankheit. Faulheit lohnt mit Armut. Allein diese zwei Sprüche sagen aus, womit in Deutschland Faulheit assoziiert wird und welchen Einfluss diese Sprüche auf die Seele der Kinder und Jugendlichen haben. Den Kindern und Jugendlichen wird so signalisiert: Du bist faul – also kann aus dir nichts werden. Du bist faul – deshalb hast du schlechte Noten. Wenn du nicht so faul wärest – hättest du bessere Noten. … Faulheit war während des 19. Jahrhunderts und davor ein Privileg Damals galt es als Glück, über Einkünfte zu verfügen, die es erlaubten, gut zu leben, ohne etwas zu tun. „Der Aristokrat, der Edle, war jemand, der nichts tat, der also total frei war. Faulheit ist demnach die Freiheit, ein Privileg zu genießen, Besitz zu haben, ohne dafür etwas tun zu müssen.“ (Zitat siehe unten) Die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft führte dazu, dass Faulheit negativ bewertet wurde und wird. Faulheit oder Arbeit! Mehr gibt es heute nicht mehr. Heute ist es sogar so, dass selbst unsere Freizeit angefüllt sein muss mit Aktivitäten. Das hat Auswirkungen auch auf unsere Kinder – ihre Kindheit. „Die Schule vermittelt, dass Nichtstun nicht gut ist, moralisch nicht, psychologisch nicht, und nicht gut für die Bildung. … Für jemanden, der Ferien macht, der ein Recht auf Urlaub hat, den man dann fragt: „Was hast du in den Ferien gemacht?“ und der dann antwortet: „Ich habe nichts gemacht“ ist das eine Katastrophe.“ (Zitat siehe unten) Gerade aktuell vor den Ferien hören Eltern oft: „Sie müssen mit Ihrem Kind jeden Tag üben, damit es nicht wieder alles vergisst!“ Viele Eltern glauben das und suchen Übungshefte für die Ferien. Ich frage die Eltern dann immer: „Was halten Sie von der Idee, wenn Ihr Chef Ihnen einen Stapel Arbeit mit in den Urlaub geben will?“ Kinder brauchen Ihre Ferien, brauchen ihr Wochenende, brauchen Zeit für sich, müssen auch mal „faul“ sein dürfen. Doch in unserer Gesellschaft, in unserem Bildungssystem, ist das nicht mehr vorgesehen. Leider! Wir können das Wort „Faulheit“ auch positiv bewerten Wir freuen uns, ganz einfach mal nichts zu tun. Inzwischen ist bekannt, dass gerade dieses Nichtstun...

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Mathematik Blogparade

Meike Iwanek hat mich gebeten, an ihrer Blogparade zum Thema Mathematik teilzunehmen. Das mache ich doch gerne. Was verbindest du ganz allgemein mit Mathematik? Wie würdest du jemandem erklären was Mathematik ist? Mathematik ist wie Gottseligkeit und wie diese nicht jedermanns Sache. Jakob Kraus (1753-1807) deutscher Philosoph Die Mathematik als Fachgebiet ist so ernst, dass man keine Gelegenheit versäumen sollte, sie etwas unterhaltsamer zu gestalten. Blaise Pascal (1623-1662) Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung (Quelle: www.aphorismen.de) Warst/bist du in der Schule in Mathe gut, schlecht oder mittelmäßig? Ich war immer gut in Mathe und kann mich auch nicht daran erinnern, jemals größere Probleme gehabt zu haben. Wenn ich etwas nicht gleich konnte, habe ich geübt und geknobelt, bis ich es konnte. Ein Mathegenie war ich jedoch sicherlich nicht. Hast du Mathe gerne gemacht oder eher die Sprachen? Oder ein ganz anderes Schulfach? Welches war dein Lieblingsfach? Mein Lieblingsfach war Mathe nicht. Ich mochte das Fach Kunst. Ansonsten waren die Fächer in Ordnung. Es gab auch Fächer, vor denen ich Angst hatte, aber das lag immer am Lehrer. Geschichte war so ein Fach zum Beispiel. Das lag daran, dass ich damals noch keine Lernstrategien kannte und mir deshalb die ganzen Jahreszahlen einfach nicht merken konnte. Was ich noch besonders mochte, war das Schreiben von Aufsätzen mit freien Themen. So schrieb ich in meinem Jahrgang den längsten Abituraufsatz in der Deutschprüfung, weil ich gleich ins Reine schrieb. Ich weiß das, weil die Deutschlehrerin mich auf der Schultreppe abfing und mich vor der versammelten Klasse anschrie: „Wenn alle so einen langen Aufsatz geschrieben hätten, säße ich Weihnachten noch an der Korrektur. Sie haben die Eins nicht verdient, wir sehen uns bei der mündlichen Deutschprüfung!“ Wie erwartet, bekam ich am Ende ein Zwei in Deutsch, womit ich zufrieden war. Hattest/hast du einen guten Mathelehrer? Ich weiß es nicht mehr. Aber ich denke: „Ja, hatte ich!“ Eben weil ich nie Angst vor Mathe hatte und mit einer guten Note durch die Schule gekommen bin. Was zeichnet einen guten Mathelehrer aus? Ein guter Mathelehrer muss die Mathematik lieben, und vor allem muss er seinen Job mögen. Nur ein Lehrer, der gerne unterrichtet, der sein Fach liebt und Freude daran hat, kann diese Freude auch an seine Schüler weitergeben. Er muss fasziniert sein von den verschiedenen Seiten der Mathematik und sie gut erklären können. Auch sollte er viel spielerisch mit den Schülern arbeiten und Geduld mit seinen Schülern haben. Ganz wichtig ist in meinen Augen, dass er prüft, wie die Schüler rechnen. In meine Praxis kommen oft Schüler, die sehr seltsame Rechenwege anwenden. Da viele Lehrer nur noch das Ergebnis überprüfen, fällt es manchmal gar nicht auf, wie kompliziert die Kinder rechnen. Das würde den Schülern viel Frust und Ärgernis ersparen. Wichtig ist...

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Hochbegabung und Lernprobleme

Fragen Sie sich, wie Hochbegabung – Legasthenie oder Rechenschwäche zusammenpassen? Zu diesem Thema habe ich einen Gastbeitrag geschrieben....

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Schusselfehler

#Schusselfehler sind oft keine Schusselfehler Eltern beklagen oft die Schusselfehler ihrer Kinder Häufig kommen die Eltern zu mir und erzählen, dass ihr Kind am Vorabend alles kann, und am nächsten Tag im Diktat oder der Mathearbeit doch wieder so viele Schusselfehler gemacht hätte. Das Kind müsse lernen, nicht so schusselig zu sein. Die Erwartungshaltung der Lehrer und Eltern „Wir haben doch so viel geübt und dann macht er wieder so viele Schusselfehler!“ Oft wird den Eltern erklärt, das läge daran, dass das Kind unachtsam sei, zu verträumt oder es gar an der Unordentlichkeit des Kindes liegen würde. Viele Eltern glauben das oder deuten ihre Beobachtungen selber so. Wer oder was ist ein Schussel? Ein Schussel ist eine vergessliche Person, die ihre eigenen Sachen nicht in Ordnung halten kann und deshalb etwas Wichtiges nicht mehr auffinden kann. Was ist ein Schusselfehler in den Augen mancher Lehrer und Eltern? Im Diktat werden plötzlich Wörter falsch geschrieben, die das Kind am letzten Abend noch richtig schrieb. Im Mathetest hat sich das Kind verrechnet, obwohl es doch alles konnte. Sind das wirklich Schusselfehler? In meinen Augen ist das in vielen Fällen nicht so. Kommen diese Fehler gehäuft und immer wieder vor, sind es keine Schusselfehler, sondern: fehlendes Wissen der Regeln, Strategien oder Rechenwege, kommen durch den hohen Leistungsdruck zustande und die daraus resultierende Unsicherheit und den Stress, werden durch mangelndes Selbstbewusstsein verursacht werden oft durch die laute und wuselige Umgebung der Schüler verursacht auch aus der Angst vor dem Lehrer, der Benotung und Bewertung oder aus der Angst vor der Reaktion der Eltern. Wie kann dem Kind geholfen werden? In meiner Praxis helfe ich den Kindern, indem ich ihr Zahlenverständnis und ihre Rechenwege überprüfe und sie ihnen beibringe oder indem ich ihnen Schritt für Schritt die notwendigen Rechtschreibstrategien und -regeln beibringe. Aufklärende Gespräche mit den Eltern runden meine Arbeit ab....

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Wann sollte/darf ein „Sonderpädagogischer Förderbedarf“ beantragt werden?

  Negative Aspekte des „Sonderpädagogischen Förderbedarfes“ Da immer wieder Fragen zum „Sonderpädagogischen Förderbedarf“ auftauchen, und zwar in Bezug auf eine LRS, habe ich mich noch einmal ganz intensiv damit beschäftigt. Im Zuge der Inklusion hat sich in den letzten Jahren viel verändert. In Berlin habe ich in den letzten Jahren beobachtet, dass immer mehr Schulen Kindern gerne den „sonderpädagogischen Förderbedarf“ aufpfropfen. Warum? Weil die Schulen dann mehr Stunden zugesprochen bekommen und somit mehr Freiraum erhalten. Das ist nicht nur dieser eine negative Aspekt. Es kommt auch vor, dass überforderte oder unwissende Lehrer auf diese Art und Weise diese Kinder aussortieren und in Schubladen verfrachten können. Die versprochene extra Förderung findet dann oft nicht statt, weil Lehrer fehlen und zuerst die Ausfälle gesichert werden müssen. Es gibt noch andere Gründe, die wichtigsten habe ich erst einmal genannt. Warum es so wichtig ist, genau zu wissen, worauf sich Eltern einlassen? Weil davon die Zukunft des Kindes abhängen kann. Haben Schüler schlechte oder gar keine Abschlüsse, kann das fatal enden. In den Jobcentern werden solche Schüler dann oft genug als „ausbildungsunfähig“ eingestuft. Erst neulich saß in Paderborn ein junger Mann vor mir (20 Jahre alt), dem es so ergangen ist. Ich möchte jetzt keine Angst verbreiten! Das ist jedoch der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe! Ich möchte aufklären und aufzeigen, welche Wege es gibt! Früher hieß es „Sonderschulbedürftigkeit“ Ich habe folgenden Artikel gefunden: „Die Feststellung eines Sonderpädagogischen Förderbedarfs – Von der Sonderschulbedürftigkeit zum Sonderpädagogischen Förderbedarf“ von Dr. Peter Wachtel Die Überschrift verdeutlicht es schon – bis zu den neunziger Jahren gab es den Begriff „Sonderschulbedürftigkeit“ der dann durch den neuen Begriff abgelöst wurde. Dieser Begriff schrieb den Förderort Sonderschule fest. Dr. Peter Wachtel schreibt: „Sonderpädagogischer Förderbedarf ist bei Kinder und Jugendlichen anzunehmen, die in ihren Bildungs-, Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten so beeinträchtigt sind, dass sie im Unterricht der allgemeinen Schule ohne sonderpädagogische Unterstützung nicht hinreichend gefördert werden können. … Sonderpädagogischer Förderbedarf lässt sich nicht allein von schulfachbezogenen Anforderungen her bestimmen; …“ Wann soll ein „Sonderpädagogischer Förderbedarf“ beantragt werden? Ein „Sonderpädagogischer Förderbedarf“ sollte erst dann beantragt werden, Wenn über einen längeren Zeitraum hinweg alle Fördermaßnahmen nach Maßgabe des Grundsatzerlasses für die Schule, die Schüler besuchen, und die des Erlasses über Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens        ausgeschöpft wurden! Besonders wichtig, ich zitiere (von mir hervorgehoben): „In diesem Zusammenhang bekommt die Unterscheidung zwischen „sonderpädagogischer“ Förderung und „besonderer“ Förderung eine große Bedeutung. Ein sonderpädagogischer Förderbedarf ist immer dann anzunehmen, wenn alle Fördermaßnahmen ausgeschöpft wurden, … Bei einer Teilleistungsschwäche, z.B. Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und der Rechtschreibung, besteht im Regelfall kein sonderpädagogischer Förderbedarf.“ Und sollte dennoch ein „Sonderpädagogischer Förderbedarf“ festgestellt worden sein, ist eine erneute Feststellung des „Sonderpädagogischen Förderbedarfs“ notwendig, sobald sich neue Erkenntnisse...

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