Was ist das?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versteht unter Dyskalkulie:

Rechenstörung: Beeinträchtigung von grundlegenden Rechenfertigkeiten… Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division…

Ausgewählte Auffälligkeiten bei der Rechenschwäche sind

  • Zählen bzw. Rückwärtszählen gelingt nicht – oder nur unter Verwendung der Finger;
  • weiß nicht, dass eine Hand fünf Finger hat, bzw. zählt bis fünf an der Hand ab,
  • keine Mengen- und Zahlenvorstellung, oft auch kleinster Mengen
  • Probleme im Zahlenraum bis 20
  • Schwierigkeiten beim Überschreiten des Zehner- und/oder Hunderterschritts
  • Verwechslung von ähnlich klingenden Zahlen
  • häufige Zahlendreher – 69 wird als 96 bezeichnet
  • Schwierigkeiten beim Erlernen der Uhrzeit
  • keine Vorstellung von Maßen und Gewichten
  • Unfähigkeit Textaufgaben zu lösen
  • bessere Leistungen in den anderen Fächern
  • Verweigerungshaltung des Kindes gegenüber dem Rechnen, auch einfachster Aufgaben
  • Schwierigkeiten beim Umgang mit Zeit und Geld,
  • auch hier kommt es oft zu Problemen mit dem Selbstbewusstsein und zu psychosomatischen Erscheinungen wie Kopf- und Bauchschmerzen.

Liebe Eltern!

Mir ist aufgefallen, dass viele Schüler, die zu mir kommen, gar keine Rechenschwäche haben. Trotzdem hat es den Anschein, als hätten sie eine Rechenschwäche – die Schüler können nicht rechnen, sind frustriert und haben inzwischen so etwas wie Prüfungsangst. Selbst wenn sie am Vortag noch alles konnten, versagen sie in den Arbeiten oft völlig.

Haben Sie Ihr Kind schon einmal gefragt, wie es rechnet? Haben Sie sich vorrechnen lassen, wie es die Aufgabe 63 – 26 rechnet? Rechnet Ihr Kind auch so? 60 – 20 = 40, 3 – 6 = „Hm, das geht ja nicht!“ Also wird 6-3 gerechnet und das ist gleich 3. 40 + 3 = 43

Hier liegt es also nicht am Vermögen rechnen zu können, sondern allein am falschen Rechenweg. Inzwischen sind es sehr viele Schüler, die so rechnen. Zeigt man ihnen dann den richtigen Rechenweg, lernen sie oft sehr schnell das Rechnen! Wie lautet also der richtige Rechenweg? Die erste Zahl muss immer stehen bleiben! Wir rechnen also so:

63 – 26 =
63 – 20 = 43
43 – 3 = 40
40 – 3 = 37

Auch bei der Addition sollte dieser Rechenweg angewandt werden. So können die Kinder jeweils den gleichen Rechenweg anwenden. Das ist für die Kinder wesentlich übersichtlicher und einfacher.

37 + 18 =
37 + 10 = 47
47 + 3 = 50
50 + 5 = 55

Sollten Sie Fragen dazu haben, rufen Sie mich bitte an (zur Kontaktseite).